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MÜNZHERR: Markgraf LUDWIG II, der Römer; eventuell gemeinsam mit seinem Bruder OTTO VIII, der Faulige Daten: Ludwig II, geb. ca. 1330, regierte als Nachfolger seines Bruders Ludwig I in der Markgrafschaft von 1351 bis 1365. Wegen seiner italienischen Erziehung trägt er den Beinamen "der Römer". Ca. 1360 nimmt er seinen jüngeren Bruder Otto VIII als Mitregenten in die Brandenburger Regierung auf. 1362 übertragen die beiden Brüder befristet auf drei Jahre die Regierungsgewalt in der Mark dem Magdeburgischen Erzbischof Dietrich von Portitz. NOMINAL: Denar Material: Silber Gewicht: 0,5 g Durchmesser: 14 mm PRÄGEORT: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin, Brandenburg/H., Kyritz, Prenzlau, Königsberg/N. oder Bärwalde, möglicherweise Beeskow, Guben und Luckau. PRÄGEJAHR: um 1360 Vorderseite: Auf einer Bank sitzender Markgraf, zwei Kreuze haltend Rückseite: Sechstrahliger Stern, umgeben von Linien und Punkten Münzmeister/Stempelschneider: In Kyritz wird 1356 Münzmeister Bruno genannt. Hermann von Dalen ist 1360 Münzmeister in Stendal. In Brandenburg/H. werden 1356 die Münzmeister Werner v. Luchin und Merse aufgeführt, in Prenzalu ebenfalls 1356 Heise Brand. In Königsberg ist 1356 Nicolaus Lyst Münzmeister und Münzpächter, Bruno Goldschmidt Münzpächter. Thilo v. Bruck ist 1356 Münzmeister in Berlin. Numismatische Besonderheiten: Weyl ordnet den Denar nach Weidhas zu dem bayerischen Markgraf Otto, Bahrfeldt sieht ihn bei den "unbestimmten Denaren" der askanischen Markgrafen in zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, unter anderem, weil er wegen seiner "korrekten Prägung" nicht in die bayerische Zeit passe. Dannenberg verlegt den Denar in die Zeit um 1360. Zeitgenössische Kaufkraft: Nach Dannenberg zwischen zwei und vier DM. Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 547; Weyl: "Henckelsche..." Nr. 99, Dannenberg "Denare", Nr. 240 Erhaltung: sehr schön Gekauft: ebay-Auktion, Februar 2004, 7,55 Euro
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